

Erster Aufruf
Des Rates für den Sitzstreik und den Hungerstreik
der iranischen Asylsuchenden in der Schweiz
Wir sind iranische Asylsuchende, Opfer des brutalen iranischen Regimes. Ein Regime, das in seinem Register mehr als 150'000 Hinrichtungen, Tausende von verschwundenen FreiheitskämpferInnen führt. Gemäss dem höchsten Gerichtshof gibt es 750'000 Gefangene im Iran. Die iranische Bevölkerung leidet unter einer Kette von Terrorakten gegen SchriftstellerInnen, Intellektuellen und RegimekritikerInnen, Strassenterror gegen Oppositionelle, Steinigung von Frauen, Missachtung der Rechte der Frauen und Ausschluss der Frauen aus der Gesellschaft, Bekämpfung der Studentenbewegung, Kampf gegen sämtliche Bewegungen für Freiheit, gnadenloser Kampf gegen die Arbeiterbewegung. Noch nie in ihrer langen Geschichte war die iranische Gesellschaft so eingeschnürt wie in dieser dunklen Zeit.
Ein Regime, das die Meinungsäusserung der Bevölkerung fürchtet und folglich wie ein mittelalterliches System das Internet und die Zeitungen systematisch zensuriert oder verbietet.
Wir sind iranische Asylsuchende die im Exil leben. Einerseits sind wir die Opfer des tyrannischen iranischen Regimes, andererseits sind wir die Opfer der bilateralen Wirtschaftsverhandlungen zwischen der EU und der Schweiz mit dem blutrünstigen Regime des Irans.
Wir werden den Protest unserer Bewegung in zwei Formen ausdrücken: Mit einem Sitzstreik und einem Hungerstreik. Wir fordern alle Menschen, die Demokratie, Freiheit und Gerechtigkeit lieben und alle Institutionen, die die Menschenrechte verteidigen auf, unsere Bewegung zu unterstützen. Für diesen Zweck haben wir ein Solidaritätskonto eingerichtet.
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Zeit: |
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10 bis 20 Dezember 2003 |
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Der Rat für den Sitzstreik und den Hungerstreik
der iranischen Asylsuchenden in der Schweiz
Dezember 2003
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