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Topto Chapter

Offener Brief

An
Generalsekretär der Vereinten Nationen, new York / USA
Präsident der Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen, Genf / Schweiz
Präsident des Europaparlaments, Strassburg / Frankreich

Sehr geehrte Präsidenten

Seit der Errichtung der Islamischen Republik, der sog. Statthalterschaft der Islamischen Rechtsgelehrten

( Valayat- e-Faghih), im Iran sind jetzt 24 Jahren vergangen. Und noch immer unterdrückt dieses Regime die Forderungen des iranischen Volkes nach Demokratie, Meinungs-, Rede-, Presse-, Religions-, Versammlungs-, und Vereinigungsfreiheit.

Repressionen, Inhaftierungen, Folterungen, Hinrichtung und Terroranschläge an führenden Oppositionellen im – und Ausland wurde währen dieser zwei Dekaden von den höchsten Amtsträgern dieser Islamischen Republik nach Belieben angeordnet. Die massiven Proteste der iranischen Bevölkerung, der Weltöffentlichkeit und der internationalen Institutionen ignorierten das islamische Regime konsequent. Wir sind nun nach 24 Jahren mit der bitteren Wirklichkeit konfrontiert, dass die schweren Menschenrechtsverletzungen im Iran immer grössere Dimensionen annehmen.

Trotz der wiederholten Verurteilung der Islamischen Republik durch die Menschenrechtskommissionen der Vereinten Nationen und des Europaparlaments, setzt das Regime in Teheran unbeeindruckt seine menschenrechtsverachtende Politik fort. Unzufriedenheitsbekundungen und Proteste des iranischen Volkes unterdrückt das Regime weiterhin mit brutalsten Methoden: unfaire und geheime Gerichtsverhandlungen ohne Rechtsbeistand, Hinrichtungen unter falschen Vorwänden, “ verschwinden lassen“ oder “ beseitigen“ der Gegner bzw. Andersdenkender durch Todesschwadronen.

Wie Sie wissen, wurde in jüngster Zeit die Weltöffentlichkeit Augenzeuge einer neuen Terrorwelle, die den Ruf der Teheraner Studenten nach Pressefreiheit und Demokratie barbarisch beendete.

Im Morgengrauen des 8.Juli 1999 haben paramilitärische Hisbollah – Banden, unterstützt von den regulären Sicherheitskräften, die Wohnheime der Teheraner Universität gestürmt, die Studenten aus dem Bett gezehrt, mit Tränengas traktiert, aus dem Fenster geworfen, ihre Arme gebrochen, sie geschlagen und misshandelt.

Bei diesem von langer Hand vorbereiten brutalen Übergriff sind einige Studenten getötet, viele verletzt und Hunderte inhaftiert worden. Aus Protest gegen diese Attacke haben die Studenten an die darauffolgenden tagen öffentliche Demonstrationen veranstaltet, die wieder blutig niedergeschlagen wurden. Erneut wurden Hunderte inhaftiert, darunter auch Passanten und unbeteiligte Beobachter. Die Repräsentanten der islamischen Regime haben in ihre öffentlichen Erklärungen und Stellungnahmen die Aktionen als “ staatsfeindlich“ abgestempelt und Inhaftierten wurden der Subversion bezichtigt. Ihnen droht nun die Höchststrafe, also der Tod.

Seit dem 10. November 2002 demonstrieren Studenten und Studentinnen aller iranischen Universitäten für Demokratie und Gerechtigkeit. Die Demonstrationen werden brutal niedergeschlagen, aber der Protest geht unvermindert weiter.

Hunderte von Studenten sind von Folter, hohen Gefängnisstrafen und Hinrichtungen bedroht. Millionen Iraner im In und Ausland setzt ihre Hoffnungen auf Ihr konsequentes Eintreten und Ihre Bemühungen, um die Freilassung der Inhaftierten. Seit 24 Jahren leidet das iranische Volk unter der Gewaltherrschaft dieses verbrecherischen Regimes. Nun wird das Leben ihrer Jugend bedroht, nur weil sie für Pressefreiheit und Demokratie einsetzt.

Unterstützen Sie uns mit Ihrem internationalen Einfluss, um diese Morde zu verhindern

Socialist Party of Iran SPI

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