Kurzbericht -- Kundgebung in HH
gegen den Krieg in Gaza
An einem kalten, aber angenehmen 10.
Januar folgten ca. 1.300-1.500
Menschen zwischen Säuglings- und
Rentenalter, Männer wie Frauen,
Bürgerliche wie Linke,
Gottesfürchtende wie Atheisten, Harz
IV-Empfänger wie Selbstständige, den
Aufruf eines Bündnisses
verschiedener palästinensischer- und
anderer Solidaritätsgruppen und
Einzelpersonen zu einer Kundgebung
mit Menschenkette rund um die
Binnenalster im Zentrum Hamburgs.
Die Veranstaltung dauerte insgesamt 2
Stunden von 14 bis 16 Uhr. Während
der ersten und letzten halbe Stunde
gab es Redebeitrage zur Lage in
Gaza, zur Rolle der BRD/EU, zu Krieg
und Vertreibung und zur
internationalen Solidarität.
Außerdem verlas die venezulanische
Konsulin die offizielle Erklärung
der venezolanischen Regierung zur
Ausweisung des israelischen
Botschafters aus Venezuela. Zwischen
den Redebeiträgen gab es
palästinensische und internationale
Musik vom Band.
Nach den ersten Reden verteilten sich
die Demonstranten in zwei Richtungen
mit dem Ziel, sich auf der gegenüber
liegenden Lombardsbrücke zu treffen.
Das funktionierte nicht so ganz. Da
es in den Seitenstraßen bzw. auf der
Lombardsbrücke nur wenige Passanten
im Vergleich zur Einkaufsmeile
Jungfernstieg gibt, blieben die
meisten Demonstranten in diesem
Bereich, um hier mit Transparenten
auf die Lage in Gaza aufmerksam zu
machen. Dennoch ging ein Zug von
beiden Seiten auf die Lombardsbrücke
und zurück, der mit seinen vielen
Transparenten, Plakaten und
palästinensischen Fahnen, gut
sichtbar auch für die Autofahrer,
gegen die israelische Aggression in
Gaza demonstrierte.
Während dieser Umarmung der
Binnenalster fuhr der
Lautsprecherwagen einmal eine Runde
um die Alster und grüßte die
Demonstranten, gab Kurznachrichten
und kleine Reden und munterte zum
Rufen von Parolen auf.
Für den Aufruf "Gaza: Hamburg steht auf
gegen den Krieg" wurden 1200
Unterschriften gesammelt.
Die nächsten Mahnwachen gegen den Krieg
in Gaza finden in Hamburg am
Dienstag, den 13. und Donnerstag,
den 15. Januar zwischen 17 und 18
Uhr auf dem Gerhard-Hauptmann-Platz
statt.
Der Friedensratschlag ruft für den
kommenden Samstag (17.1.) bundesweit
zu Mahnwachen, Demonstrationen und
Kundgebungen im ganzen Land auf.