ZWEITER BERICHT AN SIE ÜBER
DENVORFALL IN HAMBURG
AM
15.12.2007:
Nicht nur dass ich – mich völlig
friedlich verhaltend – von der
Polizei brutal zusammen-Geschlagen
wurde, ich bekam in Abwesenheit auch
noch Gefängnisstrafe, anstatt
gerechterweise die Polizei zu
verurteilen!
Ich bin knapp dran, die BRD als Die
Islamische Republik Deutschland zu
bezeichnen! Oder mit etwas
Ermäßigung: Die christliche Republik
Deutschland! Es ist beschämend für
die Wähler, dass die Polizei von
deren Regierung einen Journalisten
sehr brutal zusammenschlägt, ihn auf
den Boden haut, ihn mit Handschellen
fesselt und ins Gefängnis bringt,
und acht Monate nach seiner
rechtmäßigen Anzeige(Beschwerde)
wird er selbst in Abwesenheit zu,
Gefängnis verurteilt. Wo leben wir
eigentlich?!
Ihr lieben , ob ihr individuell oder
organisiert solidarisch für mich
sehr viele Unterschriften gesammelt
habt oder Ihr, die Ihr nur die
Nachricht von den Ereignissen des
15.12.2007 in Hamburg gehört habt,
wie ich von der Polizei
zusammengeschlagen worden bin, dass
mein rechtes Trommelfell geschädigt
wurde und mein Schulter und Rücken
dermaßen geschlagen wurden, dass ich
nach über 8 Monaten vor Schmerzen
nicht normal schlafen kann.
Der Vorfall ereignete sich in
folgender Weise:
Am Mittag des 15.12.2007 fand eine
große Demonstration von Deutschen
und Ausländern zur Verteidigung des
demokratischen Rechts und politische
Aktivität von Parteien und
Organisationen statt, gegen die
§129A und §129B, die der Polizei
erlaubt, jederzeit nach ihrem
Belieben die Aktivität einer
politischen Organisation zu
verbieten. Dementsprechend war die
Hauptparole der Demonstranten „ Wir
sind alle 129A!“ und „Wir sind alle
129B!“ Diese rechtmäßige, erlaubte
Demonstration wurde von Anfang an
von Spezialtrupps der Polizei massiv
begleitet, bis sie schließlich die
Demonstranten in eine ruhige
Seitenstraße lenken konnten, um sie
dort zu „bearbeiten“!
Stunden später ging ich allein zu
Hamburger Mönckebergstraße, die
voller Menschen war, und wo es
Weihnachtsmarkt herrschte. Ich
wollte nach hause gehen, als mein
Auge auf Polizisten fiel – neben
ihrem Stand dort -, die ein etwa
16-17jähriges anscheinend deutsches
Mädchen, das nur einen T-Shirt trug
und in der Winterkälte bitter fror,
festhielten.
In meiner Aufgabe als Journalisten
ging ich nach vorn, stellte mich vor
und sagte höflich (auf Englisch),
dass ich wohl als Journalist frage
dürfte, warum sie das Mädchen
quälten und frieren ließen? Wenn sie
es festnehmen wollten, warum
brächten sie es denn nicht weg,
damit es nicht fröre?! Ohne
Rücksicht auf das Fragerecht der
Journalisten schrie mich der
Polizist an: „Halts Maul und hau
ab!“ – ich drehte mich um und sah
wie Polizisten einen Reporter mit
Kamera, der seine Journalistenkarte
um den Hals gehängt hatte und auf
seiner Brust hing, anschrieen, warum
er fotografierte! Ich sagte dem
Polizisten, wenn Journalisten nicht
fotografieren und keine fragen
stellen dürften, wozu wären sie dann
da?!! – Und ich fügte hinzu:
„Erlaubt Ihnen etwa die `Demokratie`
in Deutschland, die rechtlich
korrekte Arbeit der Journalisten und
Kameraleute zu behindern?!“ Der
Polizist sagte wieder: „Halts Maul!
Sonst kommst du selbst ins
Gefängnis!“ Ich erwiderte, diese
Beleidigung und Drohung
widerspräche auch dem
demokratischen Recht! Plötzlich
griff mich der Polizist mit dem
Handy zusammen mit anderen
Polizisten mich an, gab mir
unvorstellbar und blitzschnell eine
sehr harte Ohrfeige auf meinem
rechten Ohr. Mir wurde schwindelig,
und die Polizisten warfen mich zum
Boden. Da der Körper automatisch
Reaktion zeigt, stellte der eine
Polizist sein Bein zwischen dem
meinen und drehte schnell und
schmerzhaft mein linkes Bein um und
sie warfen mich derart zu Boden,
dass wenn ich nicht instinktiv meine
Hände vor meinem Gesicht gebracht
hätte, meine Brille zerbrochen und
mein Auge womöglich verletzt und
blind geworden wäre. Aber was wäre
das schon für die deutsche
Demokratie!! Außerdem wäre ich voll
mit Stirn auf den Steinboden
geschlagen und hätte
Gehirnerschütterung bekommen. Zwei
Polizisten warfen sich auf mich und
der eine drückte mit seiner
Eisenplatte, die er an seinem Bein
angebracht hatte, genau auf die
stelle meines Rückens, die sich nach
vielen Jahren immer noch nicht von
den Foltern im Iran erholt hatte.
Als die Polizisten meine rechte Hand
drehten, um mir Handschellen
anzulegen, schrie ich vor Schmerzen
und bat sie, diese Hand nicht zu
drehen, da sie bereits im
berüchtigten iranischen
Evin-Gefängnis gebrochen worden
wäre! Aber sie hörten nicht darauf
und handelten als hätten sie Ben
Laden gefangen genommen! Sie warfen
mich in ein Auto mit Käfig und
brachten mich ins Gefängnis. .. Am
Tag darauf musste ich zum
Militär-Krankenhaus: Mein Ohr musste
in der folgenden Zeit mehrere Male
operiert werden. Ich kann heute
leider mit meinem rechten Ohr nicht
mehr wie früher normal hören oder
Telefonate beantworten. Mein
Schulter und Rücken sind eine
weitere Beschwerde, die ich der
Polizei verdanke.
Nun, während mein sehr guter
Rechtsanwalt Dr. Jürgen Schneider 40
Momentaufnahmen vom Polizeiangriff
auf mich + einige Zeugen und
Arztberichte der Staatsanwaltschaft
übergeben und genannt hat, bekam ich
vor 2 Wochen ein Schreiben vom
Gericht, dass ich wegen `Widerstands
gegen die Staatsgewalt` zum
Gefängnis verurteilt worden bin,
wogegen ich sofort Widerspruch
eingelegt habe. Ob 10 Sekunden oder
10 Jahre Gefängnis – es geht um
Bestrafung und Verurteilung – und
das ohne meine Anwesenheit!
Sie können ein Interview mit mir in
„You Tube“ lesen, das meine Genossen
freundlicherweise durchgeführt habe.
Dengleichen Bericht wie diesen –
allerdings verkürzt – setzen sie in
Englisch und Deutsch im Site der
freien Berichterstattung genannt
„Indimedia“. Eure Unterstützung – ob
individuell oder mit
Unterschriftensammlung oder
Partei-organisatorisch – wird mir
beim kommenden Gerichtsprozess
helfen! Wir dürfen uns nicht mit der
Opferrolle abfinden!
Bitte schreibt eure Briefe und
Unterschriften (in lateinischer
Schrift und) gerichtet an die
Richterin. Euer Protestschreiben
sollte kurz gefasst und wenn möglich
auf Englisch, Deutsch oder
Französisch sein.
Die Welt wird nicht besser, wenn wir
nicht gegen Ungerechtigkeit
protestieren, ob im stark
unterdrückten Iran oder woanders in
der Welt im Exil!
Ich bitte 1. alle News-Sites darum,
diesen Bericht zu drucken und 2.
Euch alle darum, von allen Menschen
Protest-/Unterstützungsnotizen und
Unterschriften zu sammeln und den
Bericht in alle möglichen Radios/TVs
und Medien zu bringen!
Farydon Salakgilani
( bekannt als Freidoun Gilani
)
P.S.: Sie können in `You Tube`
„kamran.parsaie“ anklicken, um den
Bericht meiner Freunde dazu zu
sehen.
http://de.youtube.com/watch?v=gwoEDSAD9OK
Bitte schickt eure Briefe an
Frau Richterin Dr. Sachse Fax-Nr.:
004940-42843.2360 ; Az.:
246Cs7101Js627/08 (168/08)
Fax-Nr. meines Anwalts: 0049 – 40 –
85 13 116
Meine Fax-Nr.: 0049 – 40 – 209 73
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