Demonstration
«GEGEN AUSSCHAFFUNGEN UND AUSGRENZUNG – SOLIDARITÄT LEBEN!»
Seit Jahren verschärft die Schweiz ihre Politik gegenüber MigrantInnen und
Flüchtlingen und erlässt Gesetze, welche elementare Menschen- und Grundrechte
mit Füssen tritt. Auf den 1. Januar 2008 werden die letzten Teile des neuen
Ausländer- und Asylgesetzes gültig und wir werden mit einer neuen Dimension von
Ausgrenzung, Kriminalisierung und Hetze gegen MigrantInnen und Flüchtlinge
konfrontiert sein.
Sozialhilfestopp – ein Leben in der Notunterkunft – Zwangsarbeit – zwei Jahre
Ausschaffungshaft (ohne etwas verbrochen zu haben) – staatliche Gewalt –
Psychoterror – Verweigerung von medizinischer Behandlung – Elektroschock bei
Ausschaffungen, sind da nur ein paar Stichworte im Katalog des Grauens, der
Menschen in den Selbstmord und die Illegalität treibt. Und das alles in einem
Land, wo «Demokratie», «Rechtsstaat» und «Menschenrechte» so gross geschrieben
werden. Wir sind jedoch nicht bereit, dem allem stillschweigend zuzusehen und
diese erdrückende Realität einfach so zu akzeptieren. Abschottung und
Ausgrenzung sind Folgen einer rassistischen und fremdenfeindlichen Politik, die
wir nicht länger dulden wollen. Wir sagen dem neuen «Herzen der Finsternis» in
Europa den Kampf an.
Aus diesem Grund rufen wir für den 17. November 2007 in Zürich zu einer
Demonstration unter dem Motto «Gegen Ausschaffungen und Ausgrenzung –
Solidarität leben!» auf. Wir wollen gemeinsam mit Betroffenen ein starkes
Zeichen gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Entsolidarisierung in dieser
Gesellschaft setzen. Wir wollen an diesem Tag zeigen, dass nicht alle in der
Schweiz mit der aktuellen Politik einverstanden sind. Das Missachten
elementarster Grundrechte der Flüchtlinge und MigrantInnen stellt ein Angriff
auf die Rechte von uns allen dar!
Wir fordern: Ein radikales Umdenken in der Asylpolitik und eine sofortige
Aufnahme von Kontingentflüchtlingen aus Krisenregionen wie beispielsweise dem
Irak, Darfur oder Burma!
Wir fordern: Jede Form von Zwangsausschaffung zu unterlassen und alle
Ausschaffungsgefängnisse per sofort zu schliessen! Keine Ausschaffungen in
Bürgerkriegsländer und Folterstaaten wie dem Iran, der Türkei oder Afghanistan!
Wir fordern: Schluss mit der gesellschaftlichen Ausgrenzung! Freier Zugang zu
Bildung und Arbeit sowie Chancengleichheit für alle. Weg mit dem Arbeitsverbot
und Sozialhilfestopp!
Wir rufen zum zivilen Ungehorsam gegen die unmenschliche Asyl- und
Migrationspolitik auf. Wer wegschaut und schweigt, der macht sich mitschuldig!
SAMSTAG, 17. NOVEMBER 2007
Besammlung um 13:30 Uhr auf
dem Helvetiaplatz in Zürich
Die Demonstration wird von folgenden Gruppen unterstützt:
Afghanisches Flüchtlingsunterstützungskomitee (AFUK), Aktion gegen rechte Gewalt
(AGRG). Antirassistisches Netzwerk (anne), augenauf Zürich, Bleiberecht für
alle, Colectivo sin papeles Zürich, Darfur Friedens- und Entwicklungszentrum (DFEZ),
Demokratische Vereinigung der Flüchtlinge (DVF), Flüchtlingscafé «Refugees
Welcome», Humanistische Partei (HP), Infoladen Kasama, International Federation
of Iraqi Refugees (IFIR), Iranian Union of Refugees (IUR), Minka Alternatina,
Partei der Arbeit Zürich (PdAZ), RAJO – Neue Hoffnung für Somalia, Sankofa,
Socialist Party of Iran (SPI), SOS Rassismus Deutschweiz und United Somali Youth
(USY)