Am Samstag
den 19. Mai hat die Karawane Tour 2007 im Oberbayerischen
Neuburg an der Donau begonnen. (Bericht siehe
unten)
Kommendes Wochenende (Pfingsten Kommt die
Karawane in die Region Bremen.
Wir bitten um rege Beteiligung. Bitte leitet
diese Information weiter!
(Aufruf zu der Tour unter:
http://thecaravan.org/node/1158
Samstag, 26. Mai: Demonstration gegen das
Abschiebelager in
Bramsche-Hesepe, offenes Mikro für Flüchtlinge
Treffpunkt in Bremen um 11:45 Uhr am Infopoint
Hauptbahnhof
Wir fahren von Bremen gemeinsam mit dem
Niedersachsenticket
Tourstop in Bremen, Sonntag, 27. Mai 2007
http://thecaravan.org/node/1210
English: http://thecaravan.org/node/1223
Gemeinsam gegen Abschiebung, Ausgrenzung und
weltweite Ausbeutung
Bevor sich die Mächtigen und Reichen der Welt
Anfang Juni zum G8-Gipfel
treffen, um die weitere Zerstörung und
Ausplünderung unserer Länder zu
beschließen, werden wir von Stadt zu Stadt
ziehen, um unsere Stimme zu
erheben: „Wir sind hier, weil ihr unsere Länder
zerstört !“
Fast 10 Jahre sind vergangen, nachdem die
Karawane sich im Sommer 1998 zum
ersten Mal auf den Weg machte, um für unsere
Rechte zu kämpfen. Unser
Kampf hat uns viele kleine Erfolge beschert.
Trotzdem haben sich die
Bedingungen für uns weiter verschlechtert.
Isoliertes Lagerleben, die
permanente Angst vor der drohenden Abschiebung,
ein rechtloses,
zermürbendes Leben auf Duldung prägen unseren
Alltag.Auch in Bremen und
Niedersachsen haben sich die Verhältnisse für
uns Flüchtlinge und
Migrant/innen immer weiter zugespitzt, (z. B.
die untragbaren Zustände im
Flüchtlinglager in Bramsche und in
Blankenburg). Immer dringender wird es,
sich im Widerstand zusammenzuschließen und in
einer gemeinsamen Bewegung,
in gemeinsamen Aktionen, auch hier in Bremen
aufzustehen, um für unsere
Rechte zu kämpfen. Denn wir wissen: Das System
von Ausgrenzung,
Unterdrückung, verschärfter Abschiebung, das
Flüchtlinge egal welcher
Herkunft gleichermaßen trifft, bedroht uns
alle.Deshalb rufen wir, die
Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und
MigrantInnen und der Birati
e.V. und die Konföderation der Kurdischen
Vereine YEK-KOM am Tag des
Karawane-Tour-Stops 2007 in Bremen zur
Teilnahme an einer Kundgebung und
gemeinsamen Konferenz auf.
Kundgebung
13:00 Uhr, Bahnhofsvorplatz,
Internationale Konferenz
15:00 Uhr, Kurdischer Verein Birati e.V, An der
Weide 27, 3.Etage
mit Beiträgen zu verschiedenen
Herkunftsländern, Berichten zur Lage der
Flüchtlinge in Bremen, zu rassistischer
Polizeigewalt etc.
außerdem mit Musik und kurdischem Essen,
Kulturfest
20:00 Uhr
mit Life-Musik und Tanz
ebenfalls im Kurdischen Verein
Montag, 28. Mai: Großdemonstration in Oldenburg
gegen das Abschiebelager
Blankenburg um 16:30 Uhr Treffpunkt in Bremen
um 15 Uhr am Infopoint
Hauptbahnhof. Wir fahren von Bremen gemeinsam
mit dem Niedersachsenticket.
Am Dienstag fährt die Karawane weiter nach
Hamburg. Wer mitfahren möchte,
melde sich bitte an karawane_bremen@web.de oder
0160 27 4242 4
Karawane-Tour 2007 beginnt in Neuburg
http://thecaravan.org/
Die bundesweite Karawanetour 07 nach
Heiligendamm startete gestern in
Neuburg an der Donau (Bayern). In den nächsten
zwei Wochen werden an 16
Stationen Aktionen stattfinden, die die
Situation von Flüchtlingen und
MigrantInnen thematisieren werden.
Insbesondere bereits bestehende lokale Kämpfe
wie in Blankenburg,
Bramsche, Forchheim, Freibessingen oder Neuburg
a. d. Donau sollen
hierdurch unterstützt werden. Die Kampagnen
gegen die Abschiebedrohungen
zweier Karawaneaktivisten, Engin Celik aus
Kurdistan und Yabre Omarou aus
Burkina Faso sollen forciert werden. Die
rassistische Polizei- und
Staatsbrutalität wird in Düsseldorf und
Dortmund angeklagt, während die
bevorstehenden Änderungen des Ausländer- und
Asylrechts in Berlin entlarvt
werden. Enden wird die Tour in Rostock um sich
an den Anti-G8 Protesten zu
beteiligen, getreu dem alten KARAWANE-MOTTO:
"We are here because you destroy your
countries."
In Neuburg regt sich seit 2005 Widerstand gegen
Lagerunterbringung und
Abschiebeterror (www.deutschland-lagerland.de).
Um diesen Kampf zu
unterstützen fanden sich heute
KarawaneaktivistenInnen aus dem gesamten
Bundesgebiet in Neuburg ein.
Gegen zwei Uhr startete die
Auftaktdemonstration der Karawane Tour vor dem
Neuburger Flüchtlingslager, welches das größte
in Bayern ist: Mehrere
Hundert Flüchtlinge leben dort in den
heruntergekommen Gebäuden einer
alten Kaserne am Rande der Stadt. Das
Ausländeramt Neuburg ist zudem
berühmt berüchtigt für seine restriktive Praxis
der Erteilungen
von Arbeitserlaubnissen, Duldungen und der
Vergabe von Genehmigungen zum
legalen Verlassen des Landkreises.
"Wir betteln nicht darum hier zu sein. Wir
wurden gezwungen unsere Heimat
zu verlassen. Niemand verlässt seine Familie
und Freunde freiwillig, um in
diesem kalten rassistischen Land unter diesen
Bedingungen zu leben, wie
beispielsweise in diesem erbärmlichen Lager in
Neuburg." erklärte der
Sprecher der Karawane in der Eröffnungsrede. In
seiner Rede erinnerte er
an die Opfer rassistischer Staatsgewalt: "Bis
heute spüren wir den Schmerz
unserer Schwestern, die in Bremer Abschiebehaft
vergewaltigt wurden. Nicht
vergessen ist der Schmerz über den Verlust
unseres Bruders Oury Jalloh,
der in Dessauer Polizeigewahrsam an Händen und
Füssen gefesselt verbrannt
wurde." Er stellte klar: "Niemand wird unsere
Stimme zum Schweigen
bringen!"
Ca. 120 Flüchtlinge und UnterstützerInnen zogen
unter strahlender Sonne
lautstark durch die Kleinstadt. Die
druckfrischen Karawane-Tour Zeitungen
wurden an die die einheimische Bevölkerung
verteilt. Die
Abschlusskundgebung fand auf dem zentralen
Platz in der Neuburger
Innenstadt statt. Im ersten Redebeitrag wurde
die Situation der irakischen
Flüchtlinge und die aktuelle Abschiebedrohung
thematisiert. Bayern unter
Innenminister Beckstein hat konkrete
Vorbereitungen für Abschiebungen
irakischer Flüchtlinge in das Kriegsgebiet
getroffen. In dem Beitrag eines
nigerianischen Flüchtlings ging es um die
Ausbeutung des Nigerdeltas durch
ausländische Ölkonzerne und die korrupte
nigerianische Eliten und den
Widerstand der lokalen Bevölkerung. Schließlich
drückte der Neuburger
Pfarrer noch die Solidarität des Neuburger
"Runden Tisches" mit den
Flüchtlingen im Lager aus und forderte ein Ende
der rassistischen
Ausgrenzung und vor allem die Abschaffung des
Residenzpflichtgesetzes.
Die Karawanetour bleibt noch bis Montag früh
auf der Brandlwiese an der
Donau und zieht dann nach Forchheim in
Nordbayern weiter.
Mehr zur Kampagne gegen Abschiebungen in den
Irak: http://irak.antira.info
Mehr Bilder und Audiomitschnitte der Demo
innerhalb der nächsten Tage bei
http://carava.net